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Erhard Fappani

(1936-1999)

Erhard Fappani wurde am 9. Oktober 1936 in Schwanden/GL geboren. Er absolvierte eine Ausbildung zum diplomierten Maschinentechniker. Zunächst übte er einen handwerklichen Beruf aus, ehe er sich als Autodidakt zum Künstler ausbildete. Er nahm in Oesterreich Malunterricht und unternahm Studienreisen nach Deutschland, England, Italien und Frankreich. 1958 war er mit einem schweren Motorrad auf den Spuren Van Gogh’s unterwegs. Er lernte den Maler Torre Mont Blanc kennen, der ihn nachhaltig beeinflusste. Mit diesem besuchte er die Zelle Van Gogh’s in der Klinik St. Paul. Als begeisterter Kletterer erlitt er an seinem 24. Geburtstag einen tragischen Kletterunfall. In der Folge war er querschnittgelähmt und über Jahrzehnte an den Rollstuhl gefesselt. Der Unfall tat seinen Energien aber keinen Abbruch. Wohnhaft in der Burg Maur/ZH, unterhielt er ab 1972 im Gigerwald, zwischen den hohen Felswänden des Calfeisentals oberhalb Vättis SG ein Sommeratelier. Ein Grossteil seines Werkes stammt aus diesem Gebiet. Die Bilder – Aquarelle, Acrylbilder, Lithografien, Kreidezeichnungen und Oelgemälde – geben Impressionen aus der alpinen Heimat des Künstlers wieder, teils freundlich lächelnd, teils finster und bedrohlich, mal buntleuchtend, mal fast monochrom. Besonders beeindruckend – insbesondere im Original – ist die oft dreidimensionale Wirkung der Bilder, die die drückende Enge, aber auch die lichte Weite des Raumes erfühlen lassen.

Erhard Fappani malte seit früher Jugend. Er war Mitglied, später Präsident, der Malergruppe 73, Mitglied der Gilde Schweizer Bergmaler und seit 1974 Mitglied der Gesellschaft Schweizer Maler, Bildhauer und Architekten GSMBA (heute visarte). 1974 wurde er in das Schweizerische Künstlerlexikon aufgenommen. Seinen Werken waren mehr als 25 Einzelausstellungen gewidmet, und er nahm an mehr als 30 Gruppenausstellungen teil: Kunsthaus Zürich, Crafts Museen Neu-Dehli und Bombay (1991, Switzerland in India), Biennalen der Schweizer Kunst (1976 Lausanne und 1979 Delémont), Alpine Kunst SAC (1976 Vevey, 1979 Helmhaus, 1982 Solothurn, 1986), Ausstellungen der Gilde Schweizer Bergmaler (1988 Grindelwald, 1991 Schwägalp und Säntis, 1992 Grindelwald, 1993 im Alten Bad Pfäfers, 1995, 1996 Grindelwald sowie Bern und Triesenberg, 1997), Alpine Schule Vättis (1975), Galerie Von Tobel Meilen (1976), Burg Maur (1976), Restaurant Schabell Elm (1982), Vättis (1982), Burg Maur (1987), Kunsthaus Glarus (1987), Galerie Im Heiget Fehraltorf (1988), Vita Galerie (1988), Galerie ACS Zürich (1989), Kunsthaus Glarus (1988), Gigerwald Vättis (1989), Hotel Tamina Vättis (1989), Kunsthaus Glarus (1989), Kunstszene Zürich (1989), Restaurant Schabell Elm (1990), Restaurant Gigerwald Vättis (1990), Ausstellung zur Eröffnung des Paraplegikerzentrums Nottwil (1990), Palais de Beaulieu Lausanne (1991), Vättis (1991), Galerie Schaltegger Eglisau (1991), Kunsthaus Glarus (1991), Burg Maur (1992), Galerie Nievergelt Zürich-Oerlikon (1993), Kunsthaus Glarus (1993), Burg Maur (1994), Gigerwald Vättis (1994), Kunsthaus Glarus (1995), Gigerwald Vättis (1995), Bahnhofbuffet Glarus (1995), Kunststube Schwändi (1995), Altes Bad Pfäfers (1997), Sportzentrum Näfels (1998), Gigerwald Vättis (1998), Altendorf SZ (1999),  Lugano (1986), wo ihm der schweizerische alpine Kunstpreis Meuly in der Villa Malpensa verliehen wurde. Teilweise stellte er zusammen mit seiner Ehefrau Rosmarie Fappani aus. Im Weiteren erhielt er Auszeichnungen der Steo-Stiftung und der Stiftung pro Arte. 1989 veröffentlichte die Vita-Versicherung einen Kunstkalender mit Bildern von Fappani. Er starb am 22. Februar 1999.

Von der Fappani-Kommission Vättis (mit-)organisierte Ausstellungen:
7.9. bis 21.10.2007 „Berge“, Drachenlochmuseum Vättis
April 2008 Verkaufsausstellung in der Turnhalle Vättis
18.8.2011 bis 30.6.2012, „Fappani’s Berge“, Klinik St. Pirminsberg Pfäfers
31.8. bis 29.9.2013, „BERG A HOERNER“, Kulturpavillon Will SG, zusammen mit Stefan Gort, Wattwil
Frühjahr 2015, Galerie Karouzou Zürich
Sommer 2018 SAC-Hütte Sardona
Dauerausstellungen im Rathaus Pfäfers und im Altersheim Pfäfers

Geplante Ausstellung:

22. August 2020 bis 11. Oktober 2020 im Alten Bad Pfäfers